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02. Mai 2014

Christian Schiester - Ocean Floor Race 2014

Nach knapp zwei Tagen und 250 Kilometern erreichte der Steirer als Zweitplatzierter das Ziel in der Sahara. Nur der Belgier Steven Sleuter war schneller. Die Strapazen waren den Teilnehmern im Finish deutlich anzusehen.

So bekam Schiester vom Veranstalter noch eine zusa?tzliche Auszeichnung zugesprochen: „The man with the best blister ever!“ – eine dunkelblaue Blase, die sich u?ber die gesamte Ferse am rechten Fuß spannte.

Nach genau 48 Stunden und 44 Minuten hat Christian Schiester beim Ocean Floor Race die Ziellinie als Zweitplatzierter überschritten.

Das Ergebnis:
1. Steven SLEUYTER, BELGIEN 47h 59min
2. Christian SCHIESTER, AUSTRIA 48h 44min
3. Lee PAYNE, ENGLAND 68h 55min
4. Rafael FUCHSGRUBER, GERMANY 71h 10min
5. Ryan SHAW, ENGLAND 76h 00min

(17 Teilnehmer – 9 im Ziel)

 

Hier geht´s zum Videobeitrag des Rennens.

 

Erschöpft aber glücklich lag der Steirer Minuten lang im gelb-braunen Wu?stensand der Sahara, ehe er Luft fu?r seine ersten Worte fand: „Das war richtig heftig! Eine ganz spezielle Erfahrung, so eine Distanz ohne Pause durchzulaufen. Ich habe geka?mpft wie ein Lo?we und bin happy mit dem Ergebnis.“Rastlos durch Tag und Nacht. Gut zwei Tage zuvor war der Steirer in einem internationalen Starterfeld in die „Weiße Wu?ste“ aufgebrochen, „bewaffnet“ nur mit einem GPS und einem Rucksack fu?r die wichtigsten Utensilien.

Die Navigation war den Teilnehmern selbst u?berlassen, alle 25 Kilometer konnten bei den Checkpoints zwei Liter Wasser nachgetankt werden. Dazwischen galt es den Kampf aufzunehmen mit tiefem Sand und extremen Temperaturen – und das non stop. „Ich habe mich entschieden ohne Pause zu laufen. So ist es leichter die Spannung aufrechtzuerhalten. Sobald du dich hinsetzt und rastest, beginnst du die Schmerzen und die Mu?digkeit extrem zu spu?ren.“

Die Taktik? Keine Taktik! Eine Strategie hatte sich der Steirer nicht zurechtgelegt. „So ein Rennen kann man nicht planen. Ich bin einfach von Checkpoint zu Checkpoint gelaufen.

 

Es ist wichtig sich nicht zu u?bernehmen, weil dann ist der Ofen komplett aus. So wie es auch einigen der Topla?ufer passiert ist“, erkla?rt der 46-Ja?hrige, der rund 70 Prozent der Strecke laufend und 30 Prozent gehend u?berwunden hat.

Exotische Anblicke. Die Sahara gilt als gro?ßte Trockenwu?ste der Erde. Die Temperaturen ko?nnen in gewissen Teilen tagsu?ber u?ber die 50°C-Marke klettern, wa?hrend sie in der Nacht deutlich unter 0°C fallen. Die Weiße Wu?ste, wo das Rennen stattfinden wird, gilt als einer der exotischsten Teile der Sahara. Sie verdankt ihren Namen den einmaligen Kalksteinformationen, die sich vor Millionen von Jahren gebildet haben, als das heutige Mittelmeer dieses Gebiet noch bedeckte.

Wings for Life World Run. Als o?sterreichischer Botschafter hat Christian Schiester den Spirit des „Wings for Life World Run“ bis in die Sahara tragen. Bei diesem einmaligen Rennformat werden am 4. Mai 2014 zigtausende La?ufer rund um den Globus gleichzeitig an den Start gehen. Sa?mtliche Einnahmen kommen dabei der Forschung im Bereich der Heilung von Ru?ckenmarks-Verletzungen zugute. Weitere Infos:www.wingsforlifeworldrun.com

 

 

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